m.schuckart - Fotolia.com

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“Datenschutz” gehört wohl zu den am häufigsten thematierten Aspekte der Generation Internet. Sollte man zumindest denken, wenn man sich überlegt, dass man heutzutage mit einem Handy Bankgeschäfte erledigen kann, dass man in Portalen wie Facebook seine komplette Lebensgeschichte und jede Menge privater Informationen Preis gibt, ob gewollt oder nicht. Fakt ist dennoch, dass sich immer noch viel zu wenige mit dem Schutz ihrer persönlichen Daten beschäftigen und so zum Opfer krimineller Machenschaften werden. Dass man trotz der Nutzung von Online-Banking keine Firewall und ein Anti-Virus-Programm auf dem Computer installiert hat, ist mehr als fahrlässig und kommt leider viel zu häufig vor. Auch die Nutzung von zu einfachen Passwörtern wie 12345, stellt einen möglichen Hacker vor keine große Herausforderung.

Nun startet eines der führenden Unternehmen im Internetbereich eine Datenschutzkampagne, um die Nutzer vor den Gefahren der ungeschützten Nutzung zu warnen und aufzurütteln. Der Suchmachinenprimus Google geht mit einer Werbekampagne, Anzeigen und Plakaten unter dem Motto “Good to know” (“Gut zu wissen”) auf die Internetnutzer zu und versucht ihnen die gutgläubigen Augen für den Bereich Datenschutz zu öffnen. Datenschutz und Google? Das scheint eigentlich nicht zusammen zu passen.

Google ist schon seit längerem als “Datenkrake” verschrien, die mit den gesammelten Nutzerdaten jede Menge Profit macht. Dass der Ausflug in den Datenschutzbereich als ein Versuch anmutet, das eigene und angekratzte Image des Weltkonzerns aufzupolieren, scheint auf der Hand zu liegen. Dennoch sollte der positive Nutzen der Kampagne nicht in Frage gestellt werden. Mit praktischen Tipps und Hilfestellungen können vor allem Durchschnitts-User profitieren. Und banal amüsant sind die Anzeigen obendrein, wenn auf einem Plakat ein gezeichnetes Haus mit offen stehender Eingangstür und ein Dieb zusehen ist, der sich für seine Beute bedankt und dazu zu lesen ist: “Sie gehen doch auch nicht aus dem Haus und lassen Ihre Wohnungstür den ganzen Tag weit offen stehen.”