Auch die drohende Konjukturflaute kann dem größten Suchmaschinenbetreiber der Welt, Google, nichts anhaben, der auch aus dem dritten Quartal mit derartigen Gewinnen hervorgeht, die selbst Experten verblüffen. Eine klare Kostenkontrolle sowie sich immer weiter entwickelnder Internet-Werbemarkt, führten so zu einer Gewinnsteigerung von 26 Prozent. Die Umsatzsteigerung liegt sogar bei 37 Prozent, und damit deutlich höher, als man erwartet hatte.

Solche überragenden Ergebnisse hat man vor allem der stetigen Nachfrage aus den Schwellenländern Asiens zu verdanken und auch mit Werbebannern und Anzeigen für mobile Geräte konnte das Geschäft beflügelt und die Umsätze gesteigert werden. Die Schwellenländer gewinnen dabei immer mehr an Bedeutung und können damit sogar die allmählichen Rückgänge in Westeuropa ausgleichen. Bereits zum vierten Mal in Folge übetrafen die Quartalsumsätze nun die Prognosen und auch Google-Chef selbst sagt deutlich, sich statt auf die Vielfalt der Produkte zukünftig vermehrt auf Bereiche mit Aussicht auf bessere Rendite zu konzentrieren und Gelder dementsprechend einzusetzen. Mit Aussicht darauf, nahm Google so bereits in den vergangenen Monaten etwa 20 Angebote vom Markt.

Weiterhin wird jedoch in das Mobilfunk-Geschäft investiert, das mit stetigem Zuwachs als starker Konkurrent den Hersteller Apple überholen will. So darf sich Android, das Betriebssystem des Konzerns, bereits zu der weltweit am meisten genutzten Software bei Smartphones zählen. In 190 Millionen Geräten arbeitet Googles Betriebssystem bereits, wobei sich ein deutlicher Zuwachs innerhalb der letzten drei Monate zeigt. Das nächste Ziel des Konzerns besteht nun darin, sich den Hersteller Motorola zu Eigen zu machen. Mit 12,5 Milliarden Dollar will man sich Zugriff auf eines der größten Patent-Arsenale verschaffen, um dann eigene Smartphones herzustellen.