Schon seit der Ausbreitung des Mediums Internet gibt es die Diskussion über Anonymität im Netz. Immer wieder wird über die Verhaltensrichtlinien von Social Networks oder anderen Onlinediensten vorgeschrieben, dass der Nutzer seine wahrhaftige Identität anzugeben hat. So soll erreicht werden, dass weniger Spam im Internet produziert werden kann und niemand mehr anonym belästigt wird. Es ist also jedem nur zu empfehlen immer richtige Daten anzugeben, das verstärkt die Glaubwürdigkeit. Auf der anderen Seite werden wir immer wieder vor unsicherem Umgang mit unseren Daten gewarnt, wie soll man also nun wirklich verfahren?

Auch Politiker fordern ein so genanntes “Vermummungsverbot im Netz”, es sollen endlich verlässliche Identitätsprüfungen eingebaut werden. Andere Vertreter sehen Pseudonyme jedoch eher als Chance und nicht als etwas schädliches. Vor allem aus der Welt der Blogger kommen immer wieder Aufschreie gegen diese Prüfungen. Auch wenn diese Fakenamen immer wieder missbraucht werden, gibt es trotzdem Menschen die die Anonymität des Netzes brauchen um ihre Kreativität ausdrücken zu können.

Außerdem gibt es noch andere Onlinegemeinschaften als Google und Facebook. Hier hält man sich als Privatperson auf, das hat nichts mit Job oder ähnlichem zu tun. Wenn tatsächlich eingeführt werden würde dass im Internet nur echte Namen in Verwendung kommen dürfen, würden in Zukunft auch andere Portale auf denen wir uns bewegen unter unseren echten Namen in Suchmaschinen angezeigt werden.

Es gibt viele andere Möglichkeiten sich im Internet vor Spam zu schützen. Auch wenn vieles nur Fake ist, es gibt auch erste Schritte in Richtung Besserung. Einige Onlineshops beispielsweise erlauben eine Kundenrezension unter dem Vorwand eines Synonyms nur, wenn die Lieferadresse des Kunden hinterlegt ist. Tatsache ist dass es wohl erst ein Mal so bleiben wird dass jeder seine Identität im Netz frei wählen kann.