22 09

Google +, Foto: rosetta_flickr
Die ähnlichen Entwicklungsstadien vom größten sozialen Netzwerk weltweit und dem Konkurrent Google+ werden immer auffälliger. Seit vergangenem Dienstag hat Google+ die Mitgliedschaft ohne Einladung eines Freundes für jeden ermöglicht. Wir erinnern uns, auch Facebook startete erst für exklusive Nutzer, anfangs waren das die Studenten der renommierten Harvard Universität in Amerika. Kurz darauf öffnete Facebook seine virtuellen Türen auch für Studenten anderer elitärer Lehranstalten der Vereinigten Staaten, es folgten Unis in Europa, bis es letzten Endes für alle frei zugänglich wurde. Nun also auch Google+. Warum das Netzwerk nun für alle freigeschaltet wurde, ist offiziell nicht bekannt. Wahrscheinlich lässt sich so einfach eine breitere Masse ansprechen, es macht das Anmelden unkomplizierter. Zeitgleich aktivierte Google die neuen Funktionen der Plattform wie den Videochat. Via PC und Mac war das schon länger möglich, doch nun funktioniert es auch mit Smartphone über das Android-Betriebssystem. Der nächste Schritt werde die Ermöglichung des Video-Chats auf mobilen Apple-Produkten sein, so der Google-Manager Vic Gundotra am Dienstag in seinem Firmenblog.
Die aktuellsten Mitgliederzahlen von Google+ sind aus dem vergangenen Juli, hier waren es zehn Millionen aktive Nutzer, zum Vergleich: Der Marktführer Facebook zählt gegenwärtig 700 Millionen registrierte Mitglieder. Dagegen wirkt Googles soziales Netzwerk eher unterentwickelt. Die Tatsache, dass Google keine neueren Mitgliederzahlen veröffentlicht, lässt Rückschlüsse zu. Der geplante Angriff auf Facebook und die totale Übernahme der Marktführerschaft scheint nicht so recht zu funktionieren.
Auch das, was Google+ Mitglieder an dieser Plattform einst lobten, beispielsweise die Kategorisierung der Freunde bietet das Netzwerk von Marc Zuckerberg jnun auch an. Es gibt nicht viel, was Googles Plattform noch herausstechen lässt. Fans sagen, es wirke aufgeräumter und übersichtlicher. Ob das reichen wird, um 700 Millionen Facebooknutzer abzuwerben bleibt zu bezweifeln.
18 08
Schon lange wird über die Privatsphäre bei Facebook diskutiert. Immer wieder werden Änderungen beim sozialen Netzwerk durchgeführt und die User nicht informiert.
Alle paar Wochen gehen unter den Usern Mails und Pinneinträge umher, die darauf hinweisen, dass Facebook wieder einmal eine Lücke gefunden hat, wie sie die Daten der User weitergeben können, ohne rechtlich belangt zu werden.
Wenn User ihren Account nicht immer wieder inspizieren, laufen sie Gefahr ein Häkchen zu übersehen und schon erhalten Profilleser Informationen, die eigentlich privat hätten bleiben sollen.
Doch nun kommt ein neues Netzwerk ins Word Wide Web. Es nennt sich Diaspora und soll den Usern ihre Privatsphäre lassen, so behauptet es der Mitbegründer Maxwell Salzberg.
Beim Netzwerk Diaspora soll der User mehr Kontrolle über die Weitergabe seiner eigenen Daten und Einträge besitzen. Maxwell Salzberg, der an der New York University Informatik studiert hat kümmert sich persönlich um den Aufbau des Netzwerkes.
Gemeinsam mit Dan Gripi, Raphael Sofaer und Ilja Zhitomirsky wurden sie beim Studium vom Jura-Professor Eben Moglen, der an der Columbia University unterrichtet inspiriert. In einer seiner Vorlesungen hat er seine Idee der ‘Freedom-Box’ diskutiert, bei der es um ein Gerät geht, das so groß ist wie ein Akku. Auf diesem Gerät würden alle persönlichen und verschlüsselten Daten gespeichert werden können. So, dass nur der Besitzer dieser Box über die Weitergabe dieser Daten bestimmen könne.
Maxwell Salzberg und seine Freunde erhielten von der ‘New York Times’ 200.000 US-Dollar als Starthilfe und machten sich an die Arbeit. Die User sollen selbst bestimmen, von wo aus sie Informationen und soziale Beziehungen steuern. So kann der Nutzer auch vom eigenen PC aus die Daten steuern und einpflegen. In wenigen Monaten soll die Beta-Version kommen. Wir sind gespannt.
22 07

Google +, Foto: sqidooer_flickr
Google versucht sich jetzt mit der Einführung von Google+ erneut in die Gebiete der sozialen Netzwerke einzufinden. Jetzt haben sich User erstmals umgesehen. Vor allem auf das größte soziale Netwerk Facebook soll jetzt ordentlich Jagd gemacht werden. Momentan darf man nur über Einladung ins Netz, und die Einladungen waren schon so begehert dass der Server zwischenzeitlich gesperrt werden musste, weil die Nachfrage so hoch war.
Vom Aufbau her ähnelt Google+ sehr den Strukturen von Facebook, bietet aber noch eine Reihe anderer Extras. Einladen kann nur der der selbst schon ein Profil hat. Doch derzeit ist auch diese Funktion gesperrt.
Das praktische ist das Google+ sich automatisch über das Google Konto integrieren lässt. So können andere Dienste wie iGoggle oder Googlemail weiterhin grenzenlos genutzt und mit dem Social Network kombiniert werden. So bietet das Nutzerprofil mehrere praktische Möglichkeiten.
Einigen ist vielleicht in der Suchmaschine auch schon das kleine +1 aufgefallen. So können Nutzer nun öffentlich mitteilen, welche Suchergebnisse ihnen gefallen und welche nicht. Das wirkt sich wiederum auf künftige Googlerankings aus, denn je mehr Empfehlungen ein Beitrag hat um so höher ist seine Relevanz für die Suchmaschine. Das kann vor allem im heute total verspamten Dschungel der Suchmaschinen sehr nützlich sein. Das System dahinter ist mal wieder die gute alte Empfehlung die Nutzer auch schon von Facebook kennen. Die Community vertraut auf andere Nutzer, so wird sich die komplette Suchmaschine vermutlich in den nächsten Monaten mal wieder ganz schön verändern. Die Empfehlungen werden im Übrigen gespeichert so dass man sie immer wieder rückwirkend betrachten kann.
Wann google+ nun endgültig für alle wieder zugänglich gemacht wir,d ist bisher noch nicht bekannt.
19 07
Google+ hat sich unter die virtuellen Menschenansammlungen geschlichen und will Facebook nun Konkurrenz machen. Bei der neuen Plattform werden die Freunde in Gruppen, sogenannte „Circles“, eingeteilt. Wenn man also ein Bild oder einen Link an die Web-Welt schicken möchte, muss man sich zunächst entscheiden, für welchen „Freundeskreis“ das gedacht sein soll, die man als große blaue Kreise auf seinem Bildschirm findet.
Schon vorher gab es Versuche in Produkte von Google das Verteilen von Links zu ermöglichen. Jedoch scheiterten diese Projekte mit Problemen in Datenschutz, Voreinstellungen und unausreichenden Dienstleistungen und konnten sich gegen die Riesen Facebook und Twitter nicht durchsetzen.
Zwar hat auch Facebook die Funktion bestimmte Beiträge vor einigen Gruppen zu verbergen, doch lässt sich die bei Google+ deutlich leichter bedienen.
Startvorteil für Google war das Adressverzeichnis aus den E-Mail-Diensten, wobei sich Kontakte dann per E-Mail gegenseitig einladen können und ihre Konten von Yahoo oder Hotmail dafür nutzen.
Neu sind die „Sparks“, die von Google vorgeschlagen oder selbst eingerichtet werden. Dabei handelt es sich um Artikel zu bestimmten Themen, die sich abonnieren lassen. Jedoch lassen sich Details nicht einstellen, keine Quellen ausschließen oder Informationen über die Verbreitung herausfinden.
Auch Nutzer ohne Google-Konto können von einem Nutzer der Plattform eingeladen werden und bekommt Links und Fotos zu sehen. Will dieser aber auch Kommentare abgeben, ist eine Anmeldung nötig, für die man sich erst einmal in eine Warteschlange „stellen“ muss. Da aber alle auf freigegebene Links und Fotos auch für alle sichtbar sind, sollte auf Privates und streng Geheimes verzichtet werden.
Einen zusätzlichen Nachrichtendienst gibt es bei Google+ nicht, hält aber natürlich eine kleine Chat-Funktion für die ausgewählten Freunde bereit.
Das Nutzen von Google+ ist jedoch nicht nur durch den klaren Aufbau leicht und verständlich, sondern wird auch nicht- zumindest in der Testversion- durch Werbung gestört. Auch fehlen Spams und Funktionen bei denen hinter vermeintlichen Spielen Daten ausspioniert werden. Damit hängt jedoch auch zusammen, dass Organisationen und Unternehmen bei Google noch nicht präsent. So bleiben die Aktionen auf den Austausch von Links, Bildern und Statusnachrichten beschränkt.
Angeboten wird auch ein automatischer Foto-Upload mit Android-Smartphones. Damit sollen Fotos, die unterwegs geschossen wurden, automatisch in ein Google+-Album befördert werden und lassen sich dann auch an die Circles weiterreichen. Auch besteht die Möglichkeit eines Videochats.
Die neue Plattform scheint also übersichtlich und gut, ist aber bisher keine gefährliche Konkurrenz für Facebook, da noch Programmierschnittstellen und Möglichkeiten für Firmen bestehen. Allerdings gibt das auch ein beruhigendes Gefühl, da es ausreichend scheint, wenn bereits Google über alles Bescheid weiß.

Soziale Netzwerke, Foto: Lorena Blazquez_flickr